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Dating-Apps sind für fast die Hälfte der Deutschen reine Zeitverschwendung

Dating-Apps sind für fast die Hälfte der Deutschen reine Zeitverschwendung

Hätten Sie es gedacht? Obschon Dating Apps wie Tinder und Lovoo offiziell als Erfolgsmodelle gelten, erachten 42% der Deutschen laut einer aktuellen Umfrage diese Form der digitalen Partnerfindung als reine Zeitverschwendung. Trotzdem soll mittlerweile rund jede dritte Beziehung ihre Anfänge online genommen haben. Eine Gleichung mit vielen Widersprüchen also. Doch wie erklärt sich die Diskrepanz zwischen vermeintlichem Erfolg bei gleichzeitiger Ablehnung solcher Apps? Und warum bewerten fast die Hälfte der Befragten sie als Zeitverschwendung?

Schlechte Erfahrungen sind an der Tagesordnung

„Viele unserer Kunden haben schlechte Erfahrungen mit Dating Apps und Online-Portalen gemacht.“, sagt Christa Appelt. „Genau das bringt sie wieder zurück zur analogen Partnervermittlung mit persönlicher, individualisierter Betreuung. Zumal die Risiken bei uns gen Null tendieren.“ So berichten App-User von partiell gruseligen Erfahrungen mit verhaltensauffälligen oder gar übergriffigen „Matches“, Fake-Accounts oder Betrugsmaschen. Ganz zu schweigen von Dates, die sich als langweilig bis untragbar erwiesen, obschon sie vielversprechend klangen.

App-Profile haben oftmals wenig mit der Realität zu tun

Denn genau darin liegt auch das Problem: In Chats zeigen sich Leute von ihrer Schokoladenseite, dazu wird ein attraktives, häufig stark bearbeitetes Foto gestellt – fertig ist die Traumfrau bzw. der Traummann für’s Date! „Die (Selbst)Inszenierung in solchen Portalen kann mit der Realität meist nicht standhalten.“, so Christa Appelt. „So sind dann Enttäuschungen beim echten Kennenlernen vorprogrammiert.“ Viel Schein, wenig Sein also.

Das Flirten verkommt zur Konsumware

Auch die alles andere als sinnlich angelegte Suche nach einem Date oder potenziellen Partner ernüchtert auf Dauer viele. Wischen, swipen, liken – was klingt wie die Funktionen eines Saugroboters, soll hier die Chance auf einen Flirt oder ein Treffen bieten. Einfach im riesigen Angebot stöbern, bei Bedarf näher inspizieren und dann final „ordern“: Die Partner- und Datefindung über Apps hat Konsumcharakter. Und nicht von ungefähr sprechen viele von Tinder auch als „Shoppingkatalog“, in dem man jederzeit „Ware“ sichten und zur Verwendung nutzen kann. „Das Flirten wird mit solchen Apps inflationär, das Gegenüber innerhalb von Sekunden austauschbar. Sinnlichlichkeit und echte Emotionen bleiben da komplett auf der Strecke.“, so Christa Appelt.

Unverbindliches Daddeln statt echter Gefühle

Dennoch nutzen viele diese Apps; wobei Experten wie der Soziologe Kai Dröge das Ganze auch als Spiel sehen. Mal schauen und testen, wie der eigene Marktwert ist. Oder einfach mal ausprobieren, wie man andere für sich einnimmt. Tinder und Lovoo sind eine bunte Spielwiese, auf der sich unterschiedlichste Menschen tummeln. Darunter aber auch viele Selbstdarsteller, Narzissten und Möchtegerncasanovas. Das ist legitim – aber ob sich hier wirklich die große Liebe finden lässt, darf bezweifelt werden. Das erklärt dann wahrscheinlich auch, warum die Apps zwar beliebt sind, aber dennoch nicht als zielführend bewertet werden. „Wer es unverbindlich mag, für den sind solche Apps vielleicht eine Zeit lang reizvoll. Die schnelle Nummer ist dank Tinder ja jederzeit möglich.“, bilanziert Christa Appelt. „Aber wenn man die User fragt, ob sie sich davon wirklich Kontakte erhoffen, aus denen eine Beziehung hervorgehen könnte, verneinen das die meisten.“

Date-Daddeln statt echter Flirt, live, in Farbe und mit allen Gefühlen, die dazu gehören..? Wir würden uns da eindeutig für letzteres entscheiden!

 

Bildrechtenachweis:
© Jess Rodrigues – Shutterstock

 

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